Eigentlich ist es ja schon längst passiert, wie ihr vielleicht mitbekommen habt ist in letzter Zeit nicht mehr viel neues online gegangen, dass wird auch so bleiben, denn das schöne Leben (www.dasschoeneleben.com) ist online gegangen. War Yespromote doch eher ein Zufallsprodukt, welches nie so geplant war sich aber dennoch unglaublich schnell durchgesetzt hat. Ab jetzt findet ihr all die tollen Podcasts, Mixtape, Veranstaltungen, Release-Tips, Interviews auf der neuen Webseite.
Das heißt ab sofort neues Design, größeres Team, mehr Konzept und jede Woche eine neue tolle Veranstaltung zu der wir Gästelistenplätze verlosen.
Also besucht uns doch einfach auf http://www.dasschoeneleben.com
wir freuen uns auf euren Besuch und versorgen euch dort weiterhin mit den News aus Nu Disco, Deep House, Tech House, Minimal und Techno.
Danke an alle die diese Seite so schnell supportet haben. Stefan
Na das wird doch wieder sehr eng im Watergate, denn am Mittwoch startet das Watergate mit seinem 10 jährigen Jubiläum und hat sich allerhand dicke Name in den Club geladen. Ich seh die Schlange der Leute die nach Einlass verlangen schon bis zum Schlesischen Tor stehen und die langen Gesichter der abgelehnten Personen. Egal denn wer drin ist kann sich auf ein Line Up freuen welches selbst für das Watergate aussergewöhnlich ist.
10 Jahre Watergate Mittwoch 22.08.2012
dOP [Circus Company] Pan-Pot [Mobilee] Mathias Kaden [Freude am Tanzen] M.A.N.D.Y. [Get Physical] Tiefschwarz [Souvenir] Oliver Koletzki [Stil vor Talent] SIS (live) [Cocolino] Ruede Hagelstein [Watergate] Fritz Zander [Watergate] Sven von Thülen [Watergate] Mitja Prinz [Yes!]
Eine neue Cloud ist vor kurzem auf dem
Markt erschienen, bis jetzt ist EmClap noch ein Geheimtipp unter den
Clouds, auf dem sich kostenlos 14 Stunden hochladen lassen und die
sich gerade optisch von den Mitbewerbern abhebt. Doch EmClap kann mehr als die Mitbewerber, das Erstellen der
eigenen Bandpage zum Beispiel oder das integrierte Facebook-App machen auf jeden
Fall einen gut durchdachten Eindruck und auch die Verbindung mehrerer Netzwerke ist absolut neu, ob sich zu den großen 3 Clouds
wie Soundcloud, Mixcloud oder Official.fm nun noch ein vierter Player
gesellt wird sich zeigen.
Hinter emClap stecken ein paar Berliner
Herren unter anderem Demir & Seymen, wir waren neugierig und haben den Herren ein paar Fragen über
Konzept, Ideen, Visionen und ihre eigene Einschätzung über die
Zukunft von EmClap gestellt.
1.)Ihr
seid Berliner laut Impressum, stellt euch doch mal vor, wer steckt
hinter EmClap und was macht ihr sonst wenn ihr nicht gerade solch
eine Seite erstellt? Wer ist für was verantwortlich
Tatsächlich ist das EmClap.com Team
noch recht klein. Aus diesem Grund sind wir auf der Suche nach
fähigen Leuten, die bei solch einem Projekt mitwirken wollen. Wenn
wir nicht an unserer Seite arbeiten sind wir als Produzenten und DJs
unterwegs.
2.)Clouds
sind so einige auf dem Markt, um Soundcloud kommt kaum ein Musiker
heutzutage herum und Mixcloud sowie Official.fm teilen unter sich den
Platz 2 auf. Was hat euch dazu veranlasst nun mit einer eigenen Seite
an den Start zu gehen? Was hat euch an anderen Seiten gestört und
seit wann gibt es emClap schon?
EmClap.com ist ein recht junges
Projekt. Wir sind erst seit einigen Monaten online allerdings ohne
großartig die Werbetrommel gerührt zu haben. Einer der Hauptgründe EmClap.com zu
gründen war, dass wir als Musiker selber mit keinem der verfügbaren
Dienste vollkommen zufrieden waren. Wie du bereits selber erwähnst
gibt es mittlerweile etliche Webservices für Musiker. Meist sind
diese jedoch recht spezialisiert. So nutzen die meisten Soundcloud
für die Tracks, Mixcloud für die Mixsets, Discogs für die
Releases, Gigatools für die Dates, Youtube für die Videos, wieder
einen anderen Webservice für die Bilder und Bandpage um Facebook
up-to-date zu halten.
Zwar mag die Spezialisierung auf ein
Teilbereich die Stärke dieser Services sein. Allerdings scheint den
Musikern nicht klar zu sein, dass die Infos auch über etliche
Webseiten verteilt sind. Für Fans oder Booking Agenturen ist es
daher teils recht schwer sich einen schnellen Überblick zu
verschaffen. Wenn ich Infos zu einem bestimmten
Musiker haben will läuft das meist so ab: Google Suche führt meist
zu Soundcloud wo ich zumindest die aktuellen Tracks hören kann. Auf
Beatport oder ähnliches muss ich mir dann selber raussuchen wo
derjenige schon überall veröffentlicht hat. Falls ich Glück habe
finde ich auf eines dieser Webdienste noch die aktuellen Dates. Ne
Bio oder allgemeine Infos um wen es sich da eigentlich handelt findet
man teils gar nicht mehr. Bei Dates sieht es ähnlich aus. Mit
anderen Worten muss ich mir die Infos mühsam zusammenklicken. Ein
unerfahrener Fan oder fauler Booker umgeht dabei gern einige Dienste. Zudem ist man als Musiker dafür
verantwortlich etliche Webseiten aktuell zu halten, teils mit
doppelten Infos. Da dies immer mehr Zeit in Anspruch nimmt, werden
nicht alle Dienste im gleichen Umfang aktuell gehalten. So sieht es
bei manchen Musikern auf Bandpage so aus als wäre deren letztes
Release über ein Jahr her. Wird nur dieser eine Service angelaufen
erhält man veraltete Infos. Somit schießen sich viele Musiker ins
eigene Bein. Genau hier entstand die Idee für
EmClap.com. Wir wollten eine Plattform schaffen auf der Musiker all
ihre Infos gebündelt platzieren können. Die Bedienung sollte dabei
möglichst einfach sein. Um den Einheitsbrei zu umgehen und dem
Besucher einen professionelleren Eindruck zu vermitteln, sollten die
Profile vom Künstler optisch leicht angepasst werden können. Allerdings sind wir uns natürlich im
Klaren darüber, dass andere Webservices mittlerweile eine riesige
Community haben. Als Musiker kommt man teils gar nicht drum herum
diese zu nutzen um seine Fanbase zu vergrößern. Um Daten nicht
doppelt und dreifach eingeben zu müssen werden wir in Zukunft
verstärkt an der Integration dieser Webservices in EmClap.com
arbeiten. Schon jetzt gibt es das Facebook plugin das alle Daten zu
einem Musiker auch auf den Facebook Fan Pages zeigt. Auch Soundcloud
Tracks können sehr einfach eingebunden werden.
3.)Jede
hat so seine eigenen Tricks um auf die Aufrufe und Anmeldungen zu
kommen, Mixcloud gaukelt Google z.b. vor ein Video zu sein,
Soundcloud schafft es durch die Kommentare, Vernetzungen und dem
Einsatz von HTML5, Official.fm durch spendabele 10 Upload die nicht
an Zeit sondern erst ab 500 MB begrenzt sind. Die Große
Gemeinsamkeit sind die Follower, ihr verzichtet nun komplett auf
Follower, warum?
Aus den oben genannten Gründen. Wir
wollen eine Plattform sein, auf der Musiker all ihre Infos gebündelt
präsentieren können. Um den direkten Kontakt mit Fans und anderen
Musikern zu Pflegen sind Dienste wie Facebook und Google+ schon so
stark etabliert, dass nach unserer Meinung vorerst kein Bedarf für
solch einen weiteren Dienst besteht. Unsere Idee ist es Webdienste
nicht noch weiter auf zu stückeln, sondern eher zusammen zu führen.
4.)Erzählt
doch mal etwas über euer Konzept. Wie funktioniert euer System? Was
ist das Neue an emClap, was macht ihr anders als alle anderen? Welche
Vision verfolgt ihr mit emClap?
Der Grundgedanke für EmClap.com
war,dass Musiker meist ähnliche Informationen bereitstellen wollen.
Meist sind das Releases, Bilder, Videos, Gigs usw. Allerdings ist der
Bedarf je nach Künstler unterschiedlich: der eine hat vielleicht
noch keine Releases, der andere dafür schon etliche Gigs.
Aus
diesem Grund ist EmClap.com modular aufgebaut. So gibt es z.B. ein
Musik Modul oder ein Video Modul. Der Benutzer kann diese Module per
drag-n-drop auf der Seite platzieren. Dies hat den Vorteil, dass die
Künstler selbst bestimmen können, welche Informationen sie in den
Vordergrund stellen möchten. Die Spezialisierung der Module
vereinfacht zudem die Bedienung. Neue Videos, Releases, Gigs usw.
sind sehr schnell eingetragen.
Über
einige wenige Parameter lässt sich dabei das Styling der eigenen
Seite dem eigenen Profil anpassen. Jemand der Dark Techno produziert
will vermutlich keine quitschbunte Seite haben. Ein Nu Disco
Produzent vielleicht schon. Zum Stylen der Seite sind keinerlei
Programmierkentnisse nötig. Zudem gibt es auch schon vordefinierte
Presets um den Weg zu erleichtern.
Unser
Facebook App erlaubt es zudem alle Infos die auf Emclap eingetragen
wurden auch auf der Facebook Fan Seite anzuzeigen. Somit muss man
Daten nicht doppelt eingeben.
Hauptziel
ist es wie bereits oben erwähnt alle relevanten Informationen zu
einem Künstler auf einer einzigen Webadresse übersichtlich zur
Verfügung zu stellen.
5.)Dank
Soundcloud und deren Umstellung auf HTML wissen wir wie schnell eine
Seite abstürzen kann, wenn man nicht vorbereitet ist. Nun ist emClap
noch am Anfang, ihr bietet 14 Stunden kostenlosen Upload an, eure
Seite funktioniert wunderbar schnell und macht optisch den besten
Eindruck unter den Clouds, was ist jedoch wenn der Ansturm kommt,
sind eure Server vorbereitet, hält die Seite großen Traffic aus?
Wir haben unsere Applikation von Anfang
an darauf getrimmt auf großen Benutzerzahlen zu arbeiten. Hierzu
kommen etliche Techniken vom Caching über Load Balancing bis zum
Content Delivery Network (CDN) zum Einsatz. Wir denken so mit einem
evtl. aufkommenden Besucheransturm umgehen zu können.
6.)Wie
ich bereits erwähnt hatte, ist der Markt schon ziemlich aufgeteilt,
jedoch hat die Vergangenheit es bereits häufig bewiesen, neue Ideen
können viel erreichen. Realistisch gesehen, wie schätzt ihr selbst
eure Zukunftschancen ein? Was möchtet ihr mit emClap erreichen, was
glaubt ihr wird emClap in den nächsten Wochen erreichen?
Wir sind selbst Musiker und keine
Marktanalysten. Daher ist es für uns recht schwer einzuschätzen wie
gut unser Service ankommen wird. Hierzu müssten wir auch erst einmal
eine größere Werbekampagne starten.
Da wir eben Musiker sind wird unser
Service daher immer stark an die Bedürfnisse der Musiker angepasst
werden.
Für die nahe Zukunft erhoffen wir uns
natürlich mehr Benutzerzahlen und vor allem konstruktive Kritik um
unser System stetig verbessern zu können.
Regelmäßig präsentieren wir euch nun die besten Veranstaltungen und verlosen dazu Gästelisten. Am 14.07.2012 präsentieren wir eine besondere Veranstaltung, denn diese ist es die letzte Vorbereitung auf das große Open Air Spektakel auf Rügen, welches wir in absehbarer Zeit präsentieren werden, zum anderen ist Stefan Lange einer der Verantwortlichen dieses Blogspot Magazins dabei, ihn kennen sicherlich viele von den Mädchenmusik Mixtapes. Oben drauf gibt es die bezaubernde Sharon Schael, Gregor Sultanow von Concorde Club und den Berliner Lucas Aurel .
Wie immer verlosen wir Gästelistenplätze für die Feierei, dieses Mal könnt ihr gleich 3 x 2 Gästelistenplätze abstauben, einfach bis 12.07. ein Mail mir dem Betreff "Gästelistenplätze für Das Schöne Leben" an Yes-ich-will-auf-die-liste@gmx.de schreiben und mit etwas Glück seid ihr dabei.
Sharon Schael // Aromamusic
Stefan Lange // Concorde Club Rec
Gregor Sultanow // Concorde Club Rec
Haltet die Mütze fest, das schöne Leben bereitet sich auf den Sommer
vor. Wie immer locker, flockig mit Musik und guter Laune aus dem
Hangelenk. Denn bevor es zum draußen spielen auf die Schatzinsel geht
wird nochmal ordentlich die Trommel und das Tanzbein in Berlin
geschwungen und zwar bis die Hüfte knackst und sich die Muskelkatze am
nächsten Tag laut miauzent meldet. Unterhaltung wird natürlich auch
geboten, an der Kasse gibt es für euch freundliche Worte, an der Bar die
feuchtfröhliche Versorgung und hinter dem Mischpult zeigt sich die
bezaubernde Sharon Shael, der Fuchs Gregor Sultanow, Lucas Aurel und der
Käpt´n Stefan Lange. Damit es am nächsten Tag auch nicht Mau in den
Geldbörsen aussieht kostet das Spektakel auch nur 6 Euronen aber nur
weil wir euch so gern haben. Wie immer sind alle willkommen, nur
Miesepeter, Eckensitzer, Streßmacher, Nazis dürfen nicht mitspielen und
aus aktuellem Anlass müssen wir auch den Freunden von der Gema sagen,
ihr seid nicht gern gesehen.
Facebook: www.facebook.com/events/325384067544421/
Wir sind vom 29.06. bis 04.07. beim Kosmonauten Training, auf dem Privatflugplatz der Fusion bei Lärz, denn hier steht sie, Mecklenburg-Vorpommerns bekannteste Rakete. Diese lockt einmal im Jahr bis zu 60.000 Besucher an ohne zu wissen welche Künstler auf dieser Veranstaltung auftreten werden aber dass Konzept geht auf, denn die Karten für das veganste aller Techno &House Festivals Deutschlands waren bereits Ende des letzten Jahres restlos ausverkauft.
28.06. - 01.07.2012 Fusion Festival
Allerdings muss man es den Herren aus der idyllischen Gegend lassen, als Marketing Maßnahme ist ihre Idee vom selbst inizierten Ticket-Hype mehr als genieal. Denn die Karten sind bergrenzt, das Losglück entscheidet ob man eine bekommt und vor einigen Jahren haben sie es bereits geschafft die Besucher anzulocken, ohne dass diese das Line Up kennen. Doch die Fusion ist auch vor allem eins, sich einmal im Jahr mit all seinen Freunden auszuleben wie man es für richtig hält und eine Welt für sich ist dieses Festival Gelände ebenso. Keine nervigen Einlass Kontrollen denn der Zeltplatz und das Festival sind auf einem Gelände, ist man einmal drauf muss man sich nicht bei jeden Zeltgang erneut an eine 10 Meter lange Schlange anstellen oder sich befummeln lassen wie bei der Prostatauntersuchung, die Fusion tickt eben ein wenig anders und das läuft seit Jahren fast ohne größere Vorfälle.
Es gibt ein Arbeitsamt bei dem auch spontan arbeiten kann wenn das Geld ausgeht oder man finanziert sich so seinen Festival-Besuch. Nicht zu vergessen sind auch die kulturellen Angebote von Theater, Kino, Workshops, Lichtspiele und noch so einiges anderes, selbst viele der normalen Besucher sind kann man als kulturelles Programm sehen. Die Floors sind etwas besonderes und nicht nur lieblos aufgestellte Bühnen mit einer Lichtertrasse und Boxen.
Die Floors in Lärz sind von der Turmbühne über die Seebühne, die auch liebvoll Teichfloor genannt wird, die alten Hangars, die Tanzwiese, dem Roten Platz, dem Trance Floor bis zu den Bachstelzen und zurück, um nur ein paar zu nennen, mit allerhand Liebe und sehr viel Arbeit, sowie Zeit geschaffen worden. Wie zum Beispiel der Bachstelzenfloor mit seinen Holzbauten, der eher wie ein kleines Märchendorf im Wald wirkt und irgendwie trifft es auch auf die meisten der Bachstelzen Besucher zu, die Bachstelze ist eben ein bunter Vogel.
Das Publikum sollte man übrigens generell nicht als Crowd bezeichnen, sondern hier trifft, bis auf einige Ausnahmen, noch der Begriff bunte Gemeinschaft/Komune zu und Fussball ist hier regelmäßig die Subkultur.
Wie im jeden Jahr, verlosen wir auch dieses Jahr eine Flasche Jägermeister für den der den Chicken-Fleisch Wagen auf dem Gelände findet. Vielleicht hilft euch die Karte des Geländes dabei. Macht ein Foto und mailt uns dieses zu. Live Streams von der Fusion wird es im übrigen nicht geben, ein Blick vorab auf das Line Up offenbart erst auf den zweiten Blick seine Qualität, denn große Überraschungen sucht man hier fast vergebens. Dafür sind die meisten der geladenen Künstler einen Besuch auf dem Däntz Floor wert, vielleicht ein bisschen viel von dem gute Laune tralala Minimal Acts für meinen Geschmack aber das ist subjektiv betrachtet.
Zur Einstimmung und für alle Leute die es dieses Jahr nicht schaffen, hier noch ein klasse Mix von Soukie & Windish.
Wir sind wie bereits erwähnt bis zum 04.06. für euch nicht erreichbar,
macht aber nichts, wir haben für euch die Zeitschaltuhr angeworfen und
werden auch die nächsten Tage musikalische Leckerbissen für euch
präsentieren. Für alle die uns auf dem Gelände besuchen wollen, hier ist die Karte.
Der Name Soul Button hat mit seinem letzten Release für einiges an Aufmerksamkeit gesorgt aber wer oder was ist überhaupt Soul Button. Über den wir wissen, dass er zu den Leuten gehört, die klassisch über den Hip Hop zur elektronischen Musik gekommen sind.
1.) Erzahl doch mal ein bisschen von dir, wer oder was ist Soul Button, was verbindet dich mit der Musik und was hast du bis jetzt schon alles gemacht?
Soul Button ist ein neues Projekt, dass vor einigen Monaten in Berlin entstand und als das Resultat einer langen musikalischen Reise zu begreifen ist. Ich fing mit 18 Jahren an Musik zu machen und machte damals Hip Hop. Dann jahrelang Musik für das Theater und Filme aber irgendwie fühlte ich mich immer der elektronischen Musik nahe. Jetzt kann ich endlich das machen worauf ich immer Lust hatte und ohne dass ich einer bestimmten Musikrichtung folge oder meine Identität preisgebe. Denn ich denke die Musik heutzutage ist viel zu sehr auf die Personen und nicht die Musik oder Qualität bezogen. Das ist es auch warum ich meinen richtigen Namen nicht nenne, ich möchte sehen ob die Menschen meine Musik auch genießen ohne zu wissen wer eigentlich dahinter steckt.
Ich bin ein Old-School-Produzent und denke es gehört mehr zum produzieren als einfach nur ein paar Loops aufzunehmen. Ich glaube daran, dass Musik ein starkes Medium ist was die Menschen verbindet, in meinen Tracks hört man auch immer meine Gefühle. Music is still a message!
2.) Soul Button, heißt auf Deutsch soviel wie Seelen Knopf/Taste, wie kommt man eigentlich zu so einem Namen und was der für eine Bedeutung?
Wie ich bereits erwähnt habe, möchte ich mit meinen Hörern durch dieses Projekt kommunizieren und der Button ist für mich eines der besten Symbole für Kommunikation. Ich bin schon immer fasziniert gewesen von der Bedeutung dieses Symbols. Ich lege sozusagen den Schalter um und bin bereit den Zuhörern etwas zu übertragen und gleichzeitig von ihnen etwas zu empfangen. Der Hörer spürt den Soul in meinen Produktionen einfach nur durch das Zuhören. Es ist natürlich ein spirituelles Konzept aber meine Meinung ist, dass in jedem großartigem Song auch eine großartige Seele steckt.
Heutzutage ist es doch so, wenn man bekannt werden will, muss man auf großen Labels veröffentlichen, was bedeutet man muss auch das produzieren was diese veröffentlichen und hoffen die Aufmerksamkeit dieser Label zu erreichen. Das ist für mich das schlimmste im Musikgeschäft, denn das Resultat sind Millionen von Produzenten die alle gleich klingen, weil sie ihre Seele nicht in die Tracks transportieren und vergessen, dass Musik eine Kommunikation mit dem Hörer ist.
3.) Du hast früher Hip Hop gemacht, ganz ehrlich, was für ein Hip Hop war es damals, der typische Ghetto Gangster Stil den man aus Berlin kennt, hast du ein Klangbeispiel welches wir veröffentlichen können und inwiefern beeinflusst dich deine Vergangenheit noch heute beim produzieren? Wie kam es, dass aus Hip Hop elektronische Musik wurde?
Richtig, ich habe Hip hop beats für Amerikanische Rapper gemacht und mein Style war ähnlich dem London-Style. Ich habe niemals klassische oder Ghetto Gangster Beats gemacht.
Es war immer eine verrückte Mischung aus elektronischen Sachen gepaart mit klassischen Instrumenten. Als ich ein paar Jahre später in London war, veränderte sich die elektronische Musikszene, viele Hip Hop Produzenten fingen an sich von House beeinflussen zu lassen, eine versuchten diese Stile sogar zu mixen. Das Resultat war ein neuer Stil namens „Fidget“. Einige Beispiele sind Switch, Trevor Loveys und Sinden. Auf der anderen Seite fingen viele großartige Rapper an zu Dance Musik zu rappen (Spankrock, M.I.A., Kid Sister, Amanda Blank...) Das beeinflusste mich damals sehr und schlug die Brücke zu elektronischer Musik.
4.) Deine neue EP Shadows auf Steyoyoke hat es in die Plattentaschen und Digitalen Ordner vieler DJs geschafft, wie bist du an das Label mit dem ungewöhnlichen Namen gekommen? Kannst du erklären woher der Name kommt?
Steyoyoke ist ein sehr schönes Projekt. Es ist kein gewöhnliches Label, es ist mehr eine Gruppe aus Freunden, Produzenten und Künstlern deren Projektideen beim Bier trinken in einer Bar entstehen.
Unser Hauptziel ist qualitative Kunst, sei es Musik, Grafiken oder Videos. Wir haben ein kleines Büro wo wir uns treffen und über Ideen reden. Was ich an diesem Projekt mag ist der Zusammenhalt, wir sind alle motiviert um neue Dinge zu kreieren, dass ist es. Steyoyoke hat keinen Besitzer, jeder hat seine Aufgabe und wir kennen uns alle bereits über Jahre hinweg. Das ist die Basis dieses Projekts. Woher der Name Steyoyoke kommt? Ich glaube, dass ist die Frage die ich die letzten Monate am meisten gehört habe. Selbst wenn ich in Clubs auflege.
Wir sind ja nicht nur 2 oder 3 Leute, wir sind mehr. Es war also unmöglich einen Namen für unser neues Projekt zu finden, also entschlossen wir uns ein Spiel zu spielen. Jeder schrieb also eine Silbe auf ein Stück Papier, jemand schrieb STE, a paar YO und jemand anderes KE. Als wir das Ergebnis lasen, schauten wir uns an und sagen „... mm, Steyoyoke ist doch nice“. Schließlich googelten wir den Begriff und fanden keine Webseite. So entstand der Name.
5.) Wenn man so sich so auf dem Markt umschaut, so gibt es da sehr viele gute Künstler, gibt es Leute die dich mit ihren Produktionen beeinflussen oder die für dich herausstechen?
Klar, da sind einige gute Produzenten, vielleicht zu viele. Jeden Tag entdecke ich neue tolle Künstler. Ich bin mir nicht sicher ob es fair wäre da nur ein paar zu nennen. Im Moment glaube ich nicht, dass ich beeinflusst bin von einem bestimmten Künstler, ich würde eher sagen ich bin von der Deep House Szene beeinflusst.
6.) Die letzte Frage an dich, alle die gerne hören möchten was Soul Button so als DJ auf die Beine stellt, wo kann man dich demnächst hören und natürlich was sagen die Zukunftspläne, wann gibt es neuen Stoff von dir oder deinem Label?
Nach der „Shadows“ EP kamen einige Anfragen, hauptsächlich Gigs und Remixe. Im Moment Remixe ich einen Track von Fabo für Neutraxx Recordings und einen für Mercury auf Gomma Dance Tracks. Einige neue Tracks sind auch bereits in den Startlöchern, ich bin aber noch nicht sicher wo ich diese veröffentliche, mit Steyoyoke und einigen anderen Labels fühle ich mich sehr verbunden. Fast vergessen, bald gibt es auch einen Videoclip zu Shadows.
Danke
Das Robert Johnson, Frankfurt Am Main´s bekanntester Club, der eigentlich in Offenbach liegt, feiert am Wochenende um den 29.Juni seinen 13ten Geburtstag. Der Offenbacher Cub gehört zu den weltweit renomiertesten Clubs und geladen hat man sich für dieses Spektakel, welches das Wochenende über dauern wird, DJ Koze, DJ Harvey, Roman Flügel und Ata als Gäste. Natürlich sind auch einige der heiß geliebten Residents, wie zum Beispiel Sebastian Kahrs, Octa Octa und Gerd Janson, vor Ort. Ab Freitag 22:00 Uhr startet die Party und Samstag geht es sogar schon um 14:00 Uhr los, wann die Party zum Ende kommen wird kann natürlich keiner einschätzen. Wer es nicht schafft persönlich zum gratulieren vorbei zu schauen der kann sich die Highlights über RBMA Radio anhören.
Freitag, 29 Juni 2012 // 22:00 DJ Koze Roman Flügel Sebastian Kahrs
Samstag, 30 Juni 2012 // 14:00 DJ Harvey Ata Octa Octa Gerd Janson
Im zweiten Teil unseres 3 teiligen The Glitz Interviews haben wir mit Andreas Henneberg gesprochen, den man auch aufgrund seiner verschiedenen Tätigkeiten als Workaholic bezeichenen könnte, denn eines ist klar, er arbeitet genauso viel hinter den Kulissen wie vor ihnen. Neben seinem eigenem Projekten wie The Glitz, Cascandy und Andreas Henneberg, leitet er noch eben zusammen mit Daniel Nitsch und Stefan Schuld das Label Voltage Musique Records, hat seinen eigenen Audiomastering Service Hen MounTain. In seinem eigenhändig dafür eingerichteten Studio hat er bereits eine lange Liste von Artists wie zum Beispiel Technasia, Tiefschwarz, Lee Van Dowski, Marek Hemmann und Solomun gemastert hat. Die Liste der Labels, die bei ihm Mastern lassen ist ebenso so lang. Dazu arbeitet er im Hintergrund als Produzent für Artists wie Marcus Meinhardt, Gunnar Stiller, Marquez Ill und noch so einigen anderen. Er ist zum Beispiel auch für den Marcus Meinhardt Remix von Dirty Döring´s I Would verantwortlich. Anfang 2013 erscheint nun sein erstes Album, wir haben uns mit ihm über sein Gründe für das erste Album, Berlin als Hauptstadt der elektronischen Musik, Ziele, die Entstehung seines Projektes Cascandy, natürlich über The Glitz und seine Pläne für die Zukunft unterhalten.
Andreas Henneberg
1.Du wirst demnächst dein eigenes Album veröffentlichen, was hat dich dazu gebracht dieses heiße Eisen anzufassen und wie ist es gelaufen? Zufrieden mit dem Ergebnis?
Nunja.. ich mache schon seit Mitte der 90er Jahre Musik und habe schätzungsweise über 200 Produktionen auf Vinyl verewigt, komischwerweise kam ich nie auf die Idee ein Album zu machen. Ich glaube man merkt selber ganz genau, wann es an der Zeit ist ein Album zu machen und zwar dann, wenn auch Nachfrage besteht, schließlich ist das mit extrem viel Aufwand, Kosten und vor allem Herzblut verbunden.
Die produktion hat etwa 2 Monate gedauert, es sind ziemlich genau 20 Tracks geworden inklusive Interludes und dem ganzen Kram. Erscheinen wird es Anfang 2013 auf meinem eigenen Label Voltage Musique Records, pünktlich zum zehnten Geburtstag des Labels.
2.Was ist für dich interessanter, das erstellen von neuen Tracks oder diese zu spielen und zu sehen wie sie beim Publikum ankommen?
Das ist eine wirklich gute Frage, eigenartigerweise spiele ich ganz selten einen frisch produzierten Track um ihn im Club auszuprobieren. Wenn ich im Studio an einem Titel arbeite, reicht es mir oft schon, einfach die Augen zu schließen und vorzustellen auf dem Dancefloor zu stehen. Solange dann nichts geschieht, was mich aufhören lassen würde zu tanzen, ist alles in Ordnung mit dem Titel und weiter gehts.. Studioarbeit generell ist für mich immer spannend. Ich liebe es!
Berlin
3.Berlin ist nicht nur die typische Zuwanderer Stadt, sondern gilt auch weltweit als Hauptstadt der Techno Musik, aus diesem Grund ziehen sogar so einige hier her, einige erhoffen sich dadurch den großen Sprung in ihrer Karriere. Du bist waschechter Berliner, empfindest du eigentlich noch diesen besonderen Flair oder ist er für dich dem Feiertourismus gewichen? Würdest du eigentlich in der heutigen Zeit, ambitionierten Künstlern noch dazu raten nach Berlin zu ziehen?
Oh da hast du mich ja auf genau dem richtigen Fuss erwischt. ;)
Ich liebe Berlin als Stadt, die Kultur und alles was einem geboten wird, dass findest du wohl in kaum einer anderen Stadt auf diesem Planeten. Aus musikalischer Sicht versuche ich mich ehrlich gesagt so weit wie möglich aus allem raus zu halten was hier passiert. Ich sage sehr viele Bookings in Berlin einfach ab und sowas hat auch seine Gründe. Dazu kommt, dass ich fast ausschließlich mit Leuten zusammen arbeite die eben nicht aus Berlin kommen. Meine Solo-Booking Agentur "Plantage13" ist zum Beispiel in Bremen stationiert und unsere Agentur von The Glitz, "3000°Booking", inmitten von Mecklenburg Vorponnern. Mir ist es sehr, sehr wichtig den internationalen Markt zu bedienen und eben nicht in dieser Berlin-Blase zu versacken. Die Gefahr ist in der Tat ziemlich groß, irgendwann als Local-Hero dar zu stehen und jedes Wochenende in 3 Clubs der Stadt zu spielen. Solange man soetwas im Auge behält ist Berlin ein toller Ort um als Musiker voll durch zu starten. Schließlich hat man immer kurze wege, weil ja wirklich fast jeder mittlerweile hier wohnt.
The Glitz
4.Mit The Glitz rotierst du und Daniel zur Zeit mächtig und auch Andreas Henneberg ist ziemlich gefragt als Künstler. Was würdest du zu deiner Situation sagen? Bist du da angekommen wo du hin wolltest und was sollte man tun wenn man etwas mehr erreichen will?
Zeig mir mal einen, der dort angekommen ist wo er hin will! Man selber realisiert sowieso nie, wo man gerade steht und wie die Außenwahrnehmung tatsächlich ist. Gottseidank..
Es ist schön, jedes Wochenende gebucht zu sein und auch davon leben zu können. Das ist in der Tat schon immer mein großer Traum gewesen, mit Musik meinen Lebensunterhalt zu finanzieren.
Was man tun sollte um mehr zu erreichen? Wenn ich dir das sagen könnte, würd ich mich damit selbststängig machen.(lacht)
5.Jetzt arbeitest du mit Daniel Nitsch nun schon viele Jahre
zusammen, so eine Partnerschaft wächst über solch eine Zeit immer mehr
zusammen, was man auch an euren Releases hört aber kannst du auch noch
sagen was es war, was euch zusammen gebracht hat?
Ja
das war eine echt schräge Geschichte mit dem Daniel damals. Vor gut 10
jahren, als ich das erste Mal im Internet war, um zu schauen was dort
alles so geht, hab ich ein DJ-Forum entdeckt. Daniel war dort der erste
den ich kennen gelernt habe. Kurze zeit später kamen wir auf die idee
ein Label zu gründen um unsere eigene Musik veröffentlichen zu können
und dass obwohl wir uns noch nie live gesehen hatten. Der dritte fremde
war Stefan Schuldt, wir trafen uns zu dritt und beschlossen einfach völlig blauäugig das Label Voltage Musique Records zu gründen, welches wir auch heute immer noch recht erfolgreich betreiben.
The
Glitz ist erst im jahre 2007 entstanden als wir zusammen im Studio
saßen und das erste Mal gemeinsam an Tracks geschraubt haben. Unser
erster gemeinsamer Titel war auch gleich die "White Line". Mittlerweile
sind wir dicke Freunde, schätzen und kennen uns sehr gut.
6.Ihr
beide seid auch als DJ Team unterwegs, aus eigener Erfahrung weiß ich
nun, so ein DJ Team nimmt über die Dauer immer mehr Ähnlichkeiten mit
einem Pärchen an und häufig wirkt man auch auf Außenstehende wie das
berühmte alte Ehepaar, weil man sich so gut kennt. Welche Seite an
Daniel schätzt du besonders und kannst du uns eine Macke von ihm
verraten, was dich auch mal nerven kann?
Haha
super.. ich glaube Daniel und ich sind im positiven Sinne schon ziemlich
unterschiedlich in vielen Sachen, dass ist es warum es auch nie
langweilig wird. Wer uns kennt oder uns schonmal auf der Bühne gesehen
hat, der weiß was ich meine. Daniel ist ein echter Workaholic und
gleichzeitig ein extrem tiefenentspannter Mensch. Seine einzige macke,
die mir gerade einfällt, ist sein veganer Lebensstil, dass ist nicht
immer einfach, vorallem für einen Fleischfresser wie mich.
Cascandy
7.Seit kurzem hast du neben deinem eigenen Audio-Mastering-Service, dem Künstler Andreas Henneberg und The Glitz noch das Projekt Cascandy, wenn man sich anschaut was du zur Zeit alles machst, ist es nicht so als hättest du nichts zu tun. Ich hoffe du schläfst noch wie ein normaler Mensch bei deinen ganzen Projekten. Warum hast du dich dazu entschlossen noch ein weiteres Projekt zu starten und wie kam der Name zustande?
Ja es eine ganze menge Zeug was da anfällt. Das produzieren von Tracks und all die anderen Sachen die Spass machen sind auch nur 5% vom Daily Bizz. Man darf aber auch nicht außer acht lassen, dass ich 7 Tage die Woche Zeit habe um mich eben dieser Arbeit zu widmen. Das Mastering nimmt etwa 3 Stunden jeden Tag ein. Danach ist das Gehör auch nicht mehr verlässlich und der Rest des Tages geht für Label und Studioarbeit drauf.
Das Projekt Cascandy ist damals eher aus einer Not entstanden. Ich hatte eine Phase wo ich diesen typischen House Sound super cool fand und demnach auch Tracks in diese Richtung produzierte.
Da die Henneberg-Sachen alle eher Techno orientiert sind und unsere The Glitz Produktionen immer zusammen mit Daniel entstehen, hatte ich also nun diese Tracks rumliegen. Die wunderbare Grafikerin Daniela Uhlig hatte ein tolles Design für mich entworfen, was mich sofort auf die Idee brachte eben diese Grafik auf 6 Plattencover zu verteilen. Die Musik dazu war ja da, fehlte nur noch das Label und ein vernünftiger Name.
Der Artist und auch Labelname Cascandy kommt von cascading (deutsch kaskadieren), also sowas wie puzzeln, schließlich musste man die 6 Plattencover erst zusammenpuzzeln bis man das komplette Bild sehen konnte. Eigentlich sollte nach den 6 Platten auch Schluss sein mit dem ganzen Projekt. Das es so erfolgreich wurde konnte ja keiner ahnen. Es gab schließlich auch kaum Promotion dafür. Mittlerweile ist es ein sehr wichtiges Projekt für mich geworden und es macht richtig Laune musikalisch in diese Richtung auszubrechen. Die zusammenarbeit mit den Jungs von Super Flu und derren Label Monaberry sind auch ein wichtiger Faktor, warum es Cascandy überhaupt noch gibt und weiterhin geben wird. Dazugekommen ist auch eine große Cascandy Live-Show, mit der ich ab Ende des Jahres auch noch ordentlich durch die Welt toure.
Leben
8.Was hast du eigentlich im normalen Leben gelernt oder gab es bei dir schon immer nur die Musik und kannst du dir noch vorstellen, ein ganz normales Leben zu führen so ganz ohne Auftritte und Musik?
Also Musik hat schon immer eine übergeordnete Position in meinem Leben eingenommen, seid Mitte der 90er jahre bastel ich jetzt schon eigene Sounds zusammen ohne das es jemals langweilig geworden ist. Bis vor 2 Jahren etwa hatte ich noch einen ganz regulären Job bei einer Medienbude hier in Berlin. Dort war ich 8 Jahre, 42,5 Stunden von Montag bis Freitag, eine Stunde Arbeitsweg und danach dann in das Studio und an den Wochenenden unterwegs. Gng alles, auch wenn meine Freundin, Familie und alle anderen sozialen Kontakte leider dadurch mächtig in den Hintergrund gerückt sind. Um so mehr weiß ich es jetzt zu schätzen, Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbringen. Ein anderer großer Nachteil am Job eines Musikers ist es, dass man immer an Wochenenden arbeitet. Klar, klingt sowas erstmal super, dumm ist nur, dass halt alles was so im Freundes- und Familienkreis passiert, ebenfalls an Wochenenden stattfindet. Somit ist man nie dabei, wenn Freunde ihren Geburtstag feiern, bei Familienfesten oder sei es einfach nur bei seiner Freundin zu sein. Sowas spürt man über die Jahre schon sehr, wenn man nie wirklich dabei sein kann. Wie auch immer, ein Leben ohne Musik, die Gigs und die Reisen könnte ich mir dennoch nicht vorstellen und möchte es auch nicht. So lange mich jemand auf der Bühne sehen will, werde ich auch dort sein. I love it!
Bühne
9.Andreas du gilst, Verzeihung, als kleine Rampensau. Wie viel Gewicht gibst du selbst dem Entertainmentfaktor bei Auftritten? Wichtig oder total egal?
Oh ehrlich? Ich bin eigentlich ein ganz ruhiger Typ, auf der Bühne drehe ich allerdings wirklich gern mal frei, was aber auch immer von der Party abhängt. Auf großen Bühnen wo die Luft brennt spring ich durchaus auch gern mal auf den Tisch, ja...
Der Entertainmentfaktor ist heutzutage wichtiger als jemals zuvor. Schau, durch all die technischen Möglichkeiten die wir heute haben, ist das DJ-ing als solches viel einfacher geworden als damals.
Was ist für einen Gast schon spannend einen dj zu beobachten der auf seinen laptop starrt und sich kaum bewegt. Es gibt hunderte Vinyl-DJ's die bewegungslos hinter den Decks stehen aber die arbeiten wenigstens noch und das sieht man auch. Ich habe fast 15 Jahre lang Vinyl gespielt und bin derart begeistert vom digitalen DJing und deren Möglichkeiten, dass ich am liebsten alles ausprobieren möchte was möglich ist. Wer mein Setup schon mal gesehen hat, der weiß das auch. Mittlerweile spiele ich mehr live, als nur ein DJ Set. Die Bühne ist voll mit Controllern, Drummachines, iPads und allem dem womit man eingreifen kann.
Ich bin ein riesen Fan von Ribbon Controllern, weil man damit extrem schnell auf Effekte, Filter und Co. zugreifen kann. Es läuft immer eine Drummachine mit, womit ich mir live meine eigenen Grooves basteln kann.
Sync Button hin oder her.. ich bin mit dem ganzen Zeug viel mehr am rotieren und durchdrehen, als ich es jemals mit Vinyl war, dass geht auch auf die Leute über.
Zukunft
10.Lass uns zum Abschluss doch nochmal auf den Musiker Henneberg zurückkommen. Du gehörst ja zur Gattung der fleißigen Produzenten, was gibt es neues von dir und deinen Projekten zu erwarten?
Es gibt unheimlich viele Sachen, wo mein Name garnicht drauf steht. ich bin als Ghostwriter für diverse Bands und DJs sehr aktiv.
Ich habe mich unter anderem um die Produktionen von Marcus Meinhardt, Gunnar Stiller, Marquez Ill, Krogmann und vielen, vielen anderen gekümmert und mache es auch weiterhin.
Hier ein kleiner Auszug, wen es interessiert: Hen_MounTain_Mastering/Productions.
Am aller wichtigsten ist im moment mein Solo-Album. Die Titel sind soweit fertig aber alles drum herum frisst extrem viel Zeit. Es wird eine Videodoku zum Album geben, sowie Interviews und Musikvideos und eine große Tour. Das alles ist sehr aufwendig und kostet extrem viel Zeit und Nerven, weil es ja auch gut werden soll. Von The Glitz wird es dieses Jahr noch einiges zu hören geben, wir haben gleich 3 neue Singles in den Startlöchern mit tollen Remixen von z.B. Blake Baxter, Simon Baker und noch einigen anderen.
Zudem arbeiten wir gerade an unserem 2ten Remixalbum welches Ende des Jahres erscheinen wird. Von Cascandy wird es dieses Jahr ebenfalls zwei weitere Singles auf Monaberry und dem dem Label Cascandy geben. Zudem bin ich als Cascandy mit einer großen Live Show an den Start gegangen. Ganz ohne Rechner, also so richtig live, dazu gibts auch eine große Australien und Indonesien Tour im Herbst. Zu guter letzt feiern wir zum ende des Jahres das 10 jährige bestehen unseres Labels Voltage Musique Records mit einem großen Knall sowie tollen neuen Veröffentlichungen und Partys. Also see you on the dancefloor!